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Zukunft

Nach der Eröffnungsausstellung „Odysseus, Reise in ein Mittelmeer voller Legenden“, der Ausstellung „Die Tischkultur, eine französische Kunst – Vom 17. Jahrhundert bis heute“ und „Mumien, Wege in die Ewigkeit“ präsentiert das Hôtel départemental des expositions du Var demnächst die Ausstellung „Die fabelhafte Geschichte des Spielzeugs, von der Urzeit bis in die Gegenwart“.

 

Die fabelhafte Geschichte der Spielzeuge von der Urzeit bis in die Gegenwart“

2. Dezember 2022–12. Februar 2023

Entdecken Sie die verschiedenen Spielzeugarten und ihren Gebrauch von der Urzeit bis in die heutige Zeit: Die Ausstellung des HDE Var, die für Winter 2022 angesetzt ist, wird in der Weihnachtszeit sicherlich auf großes Interesse stoßen. Anne Monier, Kunsthistorikerin und Konservatorin für moderne und zeitgenössische Sammlungen im Musée des Arts Décoratifs in Paris, zuständig für die Spielzeugsammlung, wird die Ausstellung kuratieren.

„Zu Beginn des 21. Jahrhunderts befindet sich das Spielzeug an einem wichtigen Wendepunkt der Geschichte: Während die Kinderzimmer kurz vor dem Überquellen zu sein scheinen, wenden sich die Kinder immer früher von ihren Spielsachen ab, um sich virtuellen Vergnügungen hinzugeben. Die ausgezeichnete Verfassung, an der sich das Videospiel, aber auch der Spielzeugmarkt nach Lockdown-Zeiten erfreuen, könnte auf eine Zukunft hindeuten, in der das Reelle und das Virtuelle auf ausgewogene Art koexistieren. Der Zeitpunkt für eine Beschäftigung mit der Geschichte des Spielzeugs ist also besonders günstig!“, so die Expertin. Im Lauf des 20. Jahrhunderts wurden Kind und Spielsachen zu wahren Studienobjekten (in der Geschichte, in den Sozialwissenschaften, in der Psychologie etc.), insbesondere durch die Gründung von Museen, die ihnen gewidmet sind (Museum of Childhood in London, Spielzeugmuseum in Nürnberg, Spielzeugabteilung des Musée des Arts Décoratifs in Paris).

Doch „auch wenn das Thema nach wie vor selten aufgegriffen wird, lässt sich eine Geschichte der Kindheit durch das Prisma des Spielzeugs erzählen, dieses ,redseligen Geschichtsschreibers“, wie Léo Clarétie, einer der ersten Historiker, die sich mit der Geschichte des Spielzeugs befasst haben, es bezeichnet. Das Spielzeug folgt den historischen, sozialen, politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen, ebenso wie es den Platz des Kindes in der Gesellschaft widerspiegelt und beschreibt. Als kulturelles und universelles Phänomen ist das Spiel überall und in allen Epochen zu finden, zusammen mit seinem Begleiter, dem Spielzeug“, erklärt sie. Diese fabelhafte Geschichte der Spielzeuge wird uns also von Anne Monier erzählt, Absolventin der Elite-Universität ENS und des renommierten Instituts für Politische Studien Sciences Po Paris, Inhaberin des Forschungsstipendiums der Studienstiftung des Abgeordnetenhauses von Berlin 2010. Sie kuratierte die Ausstellungen „Le coffre à jouer“ (2015), „Une histoire, encore!“ „50 ans de création à l'école des loisirs“ (2015), „Barbie“ (2016), „L'esprit du Bauhaus“ (2016), „Les Drôles de Petites Bêtes d'Antoon Krings“ (2016) am Musée des Arts Décoratifs in Paris. Außerdem ist sie Herausgeberin mehrerer Werke wie L'esprit du Bauhaus (Ausstellungskatalog, MAD, 2016), Barbie (Ausstellungskatalog, MAD, 2016) oder Le jardin secret des drôles de petites bêtes (Gallimard Jeunesse, 2019).